Wolkenfront: Greenpeace attackiert Apple mit iCoal

Mittwoch, 25. April 2012
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Apples Produkte sind für ihre vielen überraschende Zusatzfunktionen bekannt, doch der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist besonders ein Feature der iCloud ein Dorn im Auge: Die Energiequelle, mit der Apple die Server seines Cloudservices betreibt. Mit Aktionen in Applestores auf der ganzen Welt und der Werbeparodie iCoal prangert Greenpeace an, dass Apple die Energie für seine Datenzentren aus Kohle und Kernkraft bezieht, statt auf erneuerbare Energie zu setzen. Apple ist dabei allerdings nur das Aushängeschild einer breiteren Greenpeace-Initiative, die sich generell mit der Umweltfreundlichkeit der Datenindustrie beschäftigt. In ihrer Studie „How clean is your Cloud?" untersuchte die Organisation die Energiequellen von 14 IT-Unternehmen. Die Untersuchung kam zu dem Schluss, dass bei Google und Yahoo ein Engagement für erneuerbare Energiequellen erkennbar sei, während Apple, Amazon und Microsoft noch stark auf Kohle- und Nuklearstrom setzen.

Bei dem Konzern aus Cupertino sehen die Umweltaktivisten offensichtlich die besten Chancen, dass sich genügend Druck über die Markenfans aufbauen lässt, um Apple zu einer Änderung ihrer Firmenpolitik zu bewegen. „Von allen untersuchten IT-Unternehmen hat Apple das größte Potenzial eine Führungsrolle bei erneuerbaren Energien zu übernehmen," sagt Gary Cook, International Senior Policy Analyst bei Greenpeace.

Bisher bezieht Apple nach Schätzungen von Greenpeace 92 Prozent seiner extern bezogenen Energie für seine Datencenter aus Nuklear- und Kohlekraftwerken. Mit den konzerneigenen Solarkraftparks und Wasserstoffzellen-Kraftwerken könne Apple nur 10 Prozent der tatsächlich benötigten Energie erzeugen.

Für Kunden von Cloud-Diensten, die die Greenpeace-Initiative unterstützen wollen, hat die Umweltinitiative mit cleanourcloud.com eine eigene Beteiligungs-Plattform eingerichtet. cam
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