Wirtschaftskrise bedroht die NBA

Donnerstag, 13. November 2008
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Wirtschaftskrise NBA David Stern Saisonstart Rezession


Die Wirtschaftskrise trifft nun auch die milliardenschwere National Basketball Association (NBA). Kurz nach Saisonstart verkündete der Commissioner David Stern der "Welt", dass rund die Hälfte der 30 amerikanischen Clubs verschuldet seien. Ein schwerer Schlag für die einst reichste Liga der Welt, doch die Folgen der Rezession gehen auch hier nicht spurlos vorbei. Nach einer Umfrage wollen zwei Drittel der Amerikaner künftig bei ihren Ausgaben für Sportveranstaltungen sparen. Die Folge für die NBA: Rückgang der Zuschauerzahlen und dadurch Kürzung der Sponsorengeldern. Stern sieht jedoch keine Gefahr für die Liga. Mit speziellen Angeboten, wie "Eintrittskarte plus Cola plus Hot Dog" will er die Einnahmen trotzdem leicht anheben und die Zuschauer auch weiterhin zu den Spielen locken.

Auch die Schulden der nicht profitablen Vereine sieht Stern als momentan unproblematisch an. "Es ist sicher noch zu früh, um zu spekulieren. Aber eines ist klar: Das Thema ist wichtig und die Clubbesitzer werden garantiert konzentriert zur Sache gehen", so Stern. Insider bezweifeln jedoch, dass wirklich nur die Hälfte der Clubs verschuldet seien. Vielmehr glauben sie, dass es allein nur noch fünf bis sieben profitable Teams gibt.

Trotz Sterns Zuversicht ruft nun die NBA schon drei Jahre vor Ablauf des Rahmenvertrages, der die Aufteilung der Einnahmen zwischen Spieler und Liga regelt, ein Komitee zusammen, dass neue Verträge ausarbeiten soll.
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