"Wir spielen auch kreativ in der Königsklasse": Puma-Deutschlandchef Matthias Bäumer im Interview

Donnerstag, 23. Mai 2013
Puma ist seit 2012 BVB-Sponsor - für Bäumer eine "perfekte Partnerschaft" (Bild: Puma)
Puma ist seit 2012 BVB-Sponsor - für Bäumer eine "perfekte Partnerschaft" (Bild: Puma)


Ein Jahr Ausrüster bei Borussia Dortmund und gleich ins Finale der Fußball-Königsklasse - besser hätte es für den BVB-Partner Puma kaum laufen können. Im exklusiven HORIZONT-Interview zieht Deutschlandchef Matthias Bäumer eine erste Bilanz der Partnerschaft.
Kommenden Samstag ist es soweit: Borussia Dortmund trifft im Champions-League-Finale auf den FC Bayern München. Das ist ein toller Einstand für Puma im ersten Jahr als BVB-Ausrüster. Aber finden Sie es nicht schade, dass es ein rein deutsches Endspiel ist? International gesehen schwindet die Aufmerksamkeit, der Radius der Wahrnehmung wird kleiner.
Das habe ich im ersten Moment auch gedacht. Aber jetzt empfinde ich diese
Konstellation als optimal. Es hilft uns, denn die Bundesliga wird dadurch
insgesamt attraktiver, vor allem für ausländische Spieler und Medien. Und diese
Aufmerksamkeit wird nicht nur unsere Markenpräsenz erhöhen, sondern sich auch
positiv auf unseren Absatz auswirken.

Sie haben eine Menge investiert. 30 Millionen Euro soll sich Puma das BVB-Sponsoring insgesamt kosten lassen.
Zu Inhalten von Ausrüsterverträgen äußern wir uns generell nicht, da bitte ich um Verständnis. Aber es sind Investitionen, die sich bereits lohnen. Mit der Borussia haben wir einen Partner gefunden, der perfekt zu Puma passt: jung, frech und auch ein bisschen rebellisch. Auch die Fußballfans vom BVB wollen wir von der Marke Puma überzeugen. Wir sind auf einem guten Weg, denn unser Trikot ist in der Geschichte des BVB das bislang meist verkaufteste. Mit über 300.000 Trikots gleich im ersten Jahr unserer Partnerschaft haben wir nicht nur unsere eigenen Erwartungen übertroffen, sondern auch das Meistertrikot aus der vergangenen Saison in den Schatten gestellt.

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Das komplette Interview, in dem Bäumer über die größten Baustellen des Konzerns und die Balance zwischen Sport und Lifestyle spricht, lesen Sie in HORIZONT 21/2013, die am heutigen Donnerstag erscheint.

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Wie nutzen Sie das Finale, um die Zahlen noch einmal zu pushen?
Puma spielt nicht nur mit dem BVB, sondern auch beim kreativen Marketing in der Königsklasse. Insofern werden wir verschiedene Guerilla-Aktionen starten - nicht nur in Deutschland, sondern auch in London selbst. Es werden wieder viele unerwartete Dinge passieren, sowohl in der City als auch online. Lassen Sie sich überraschen. Der BVB besitzt mittlerweile eine Strahlkraft, die weit über Europa hinaus sogar bis nach Asien reicht.

Mit Mario Götze verliert Dortmund jedoch ein großes Aushängeschild. Wie sehr schmerzt Puma sein Weggang?
Obwohl wir ihn nicht unter Vertrag hatten: Ein wenig schon. Aber wir haben ja schließlich unseren Marco Reus! Und es werden neue Spieler dazukommen. Letztlich ist es mir lieber, einen Verein zu sponsern, der solche Talente überhaupt erst hervorbringt. Denn das zahlt viel stärker auf das Konto der Marke ein, als die Partnerschaft mit einem Verein, der nur mit teuer eingekauften Spielern gewinnt. Der BVB verliert also keinesfalls an Attraktivität. Und wie hat unser Partner Jürgen Klopp so schön gesagt: Auch andere Mütter haben Söhne...
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