Willst Du viel, spül mit Priiiiil: Henkel verlost groteske Spülmittel-Flasche

Freitag, 14. Oktober 2011
Die Pril-Fratze sorgte für viel Zündstoff
Die Pril-Fratze sorgte für viel Zündstoff
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Pril Facebook Aufdruck Guy eBay


Wer A sagt, muss auch B sagen: Im April startete Henkel für seine Spülmittel-Marke Pril auf Facebook einen Crowdsourcing-Wettbewerb, bei dem die Fans einen Aufdruck für die bekannten Flaschen mit dem dicken Bauch entwerfen und selbst wählen sollten. Zwischenzeitlich geriet die Crowdsourcing-Aktion aus dem Ruder: An der Spitze der beliebtesten Designs standen lange Zeit reichlich bizarre Motive. Eines davon bietet Henkel nun inbegrenzter Stückzahl zum Verkauf. Der absolute Liebling der Fans war das Gesicht einer grauen Fratze mit gelben Zähnen und blutunterlaufenen Augen. Der Produktname taucht in blutig-roten Lettern und mit ein paar Buchstaben zuviel auf. (Update 17. 10.: Nach zahlreichen Hinweisen aus der HORIZONT-Leserschaft sei an dieser Stelle erklärt, dass es sich bei der Fratze um das von der Website 4chan.org bekannte Motiv "Rage Guy" handelt.) Die Community votete auf Facebook so fleißig für das Motiv, dass Henkel zuletzt nicht umhin kam, es als Special Edition in das Verkaufsprogramm aufzunehmen. Ab kommendem Montag ist die Flasche erhältlich - in der symbolischen Auflage von 888 Exemplaren. 111 davon können die Pril-Fans vom 17. bis 19. Oktober auf Facebook gewinnen: Nach dem Klick auf einen Win-Button erfährt der User umgehend, ob er eine der Flaschen gewonnen hat. Pro Tag ist eine Teilnahme möglich. Die restlichen Exemplare kommen bei Ebay unter den Hammer: Zum Preis von 1,59 Euro können Priiiiil-Fans über die Sofortkauf-Funktion das Produkt bestellen.

Auch wenn alle Exemplare mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit vergriffen sein werden: Bei Henkel dürfte man mit knirschenden Zähnen auf die Aktion zurückblicken. Den Fans war versprochen worden, dass aus den zehn Motiven mit den meisten Stimmen zwei von einer Jury ausgewählt und anschließend in den freien Verkauf gelangen würden. Nachund nach landeten jedoch immer mehr Quatsch-Designs in der Spitzengruppe, zudem waren einige Beiträge offenbar durch autmatische Klickprogramme gepusht worden. Schließlich zog Henkel die Reißleine und bereinigte das Voting. Offizielle Begründung: Manche User hätten die Abstimmung in unzulässiger Weise beeinflusst. Logisch, dass der Zorn in der Community anschließend groß war und die Manipulationsvorwurfe postwendend auf das Unternehmen zurückfielen. Dass die Priiiil-Fratze, die bis zuletzt zu den meistgeklickten Motiven gehörte, nun in den Verkauf kommt, ist ein Kompromiss, um die Fans zu versöhnen.

Übrigens: Die beiden Gewinner-Motive "Leopard" und "Mr. Pril" sind bereits seit vergangener Woche im Handel. ire
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