Wie ein Mini-Fahrzeug bei Olympia für Ärger sorgt

Mittwoch, 08. August 2012
Klein, knuffig - und verboten? Der Mini-MINI bei Olympia (Bild: Youtube-Screenshot)
Klein, knuffig - und verboten? Der Mini-MINI bei Olympia (Bild: Youtube-Screenshot)
Themenseiten zu diesem Artikel:

Wurfwettbewerb BMW Arbeitsgerät Kleinstwagen IOC Olympia IAAF



Knuffig sind sie ja schon, die kleinen Fahrzeuge, die bei den olympischen Wurfwettbewerben die Arbeitsgeräte der Sportler vom Rasen aufsammeln und zu den Athleten kutschieren. Doch sind sie auch erlaubt? Bei den Kleinstwagen handelt es sich nämlich klar erkennbar um Modelle der BMW-Marke Mini. Ein Verstoß gegen die Werberichtlinien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wie Kritiker monieren. Denn obwohl auf den insgesamt drei Fahrzeugen keine Logos angebracht sind, seien sie doch eindeutig als Minis identifizierbar, fasst die Nachrichtenagentur dpa die Kritik zusammen. Timo Lumme von der IOC-Fernsehvermarktung wies die Vorwürfe indes zurück: Da keine Markenlogos auf den Modellen zu sehen seien, entsprächen sie den Vorgaben der Olympischen Charta. Außerdem seien die Fahrzeuge auch vom Internationalen Leichtahletikverband (IAAF) zugelassen worden. BMW ist als "Official Automotive Partner to the London 2012 Olympic and Paralympic Games" einer der Hauptsponsoren der Spiele.

Die Mini-Minis haben laut BMW etwa ein Viertel der Größe des Original-Fahrzeugs. Sie sind 1,1 Meter lang, einen halben Meter breit und 40 Zentimeter hoch. Zwar verweist der Autobauer darauf, dass die Fahrzeuge anhand technischer Spezifikationen konzipiert und gefertigt wurden, die eng mit Organisationskomitee der Spiele LOCOG abgestimmt worden seien. "Die Mini-Minis erfüllen eine wichtige Rolle im Stadion, indem sie die Wurfgeräte wieder einsammeln. Sie sind von IOC und IAAF vollständig zum Gebrauch zugelassen", so ein Unternehmenssprecher. ire


. ire
Meist gelesen
stats