Werbewirtschaft tritt sacht auf die Bremse

Montag, 23. April 2001

Im 1. Quartal des Jahres haben sich die Bruttowerbeaufwendungen in den klassischen Medien um 3,7 Prozent reduziert. Wie die Werbeforscher von AC Nielsen ermittelten, beliefen sich die Werbeumsätze in den ersten drei Monaten des Jahres auf 8,1 Milliarden Mark.

Den größten Brocken schluckte mit 3,6 Milliarden Mark die Fernsehwirtschaft. Das entspricht einem Minus im Vergleich zum Vorjahr von 2,9 Prozent. Zeitschriften und Zeitungen nahmen jeweils 1,8 Milliarden Mark ein, 1,6 beziehungsweise 8,4 Prozent weniger als im 1. Quartal 2000. Inklusive der Fachzeitschriften gingen die Einnahmen der Printmedien um 5,5 Prozent auf 3,9 Milliarden Mark zurück.

Besser erging es Hörfunkern und insbesondere Außenwerbern: Mit Radiospots wurden 465 Millionen Mark eingenommen (plus 0,4 Prozent), Plakat steigerte sich um 10,2 Prozent auf 185 Millionen Mark. Die werbeintensivsten Branchen führen nach wie vor die Massenmedien an, die mit 903 Millionen Mark 12,1 Prozent mehr für Werbung ausgaben als im Vorjahr.

Der Automarkt folgt mit 837 Millionen Mark (plus 0,6 Prozent). Der Handel hat mit Aufwendungen von 515 Millionen Mark und einer Steigerung um 11 Prozent die Telekommunikationsunternehmen auf Platz 4 verdrängt. Telekom und Co investierten im 1. Quartal 439 Millionen Mark in Werbung, 41,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Ludger Vornhusen, Geschäftsführer von AC Nielsen, hält die insgesamt rückläufigen Investitionen für nicht tragisch: "Die Werbeaufwendungen befinden sich unterm Strich weiterhin auf hohem Niveau."
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