Werbeverbote: Markenverband fordert klare Haltung der Regierung bei Zigaretten

Montag, 11. März 2013
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In Australien gib es sie seit Mitte 2012, in Großbritannien sollen sie noch in diesem Jahr kommen: Einheitspackungen für Zigaretten mit Horrorbildern von krebsbefallenen Organen.  Auch in Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Einführung solcher Bilder auf den Verpackungen. Dagegen bezieht jetzt der Markenverband Stellung. Die neue Tabak-Produktrichtlinie (TPD) von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg sieht eine deutliche Verschärfung der bislang geltenden Regeln für Tabakprodukte vor. So ist geplant, dass 75 Prozent der Fläche von Zigarettenpackungen Warnungen und Schockbildern vor den Folgen des Rauchens vorbehalten bleiben. Der Markenverband fordert daher jetzt von der Bundesregierung eine klare und schnelle Positionierung gegen die geplanten Warnhinweise. „Das aktuelle Hin und Her von Aussagen aus Teilen der Bundesregierung schadet der für Deutschland so wichtigen Markenwirtschaft. Wenn Marken auf Produkten verdrängt werden, ist das kein besserer Gesundheitsschutz. Es spielt lediglich Billigherstellern in die Hände, da ihre Produkte dann faktisch genauso aussehen wie Markenprodukte", sagt Alexander Dröge, Leiter Recht und Verbraucherpolitik beim Markenverband. Für die Wirtschaft müsse die Lage bald geklärt werden, fordert der Markenverbands-Mann. „Wenn die Bundesregierung bis heute eine klare Positionierung scheut, verunsichert das die Markenhersteller aller Branchen." mir
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