Werbeverbote: Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans will keine weitere Verschärfung

Freitag, 18. Dezember 2009
Mechthild Dyckmans, die neue Drogenbeauftragte der schwarz-gelben Bundesregierung
Mechthild Dyckmans, die neue Drogenbeauftragte der schwarz-gelben Bundesregierung

Gute Nachricht für die Werbeindustrie: Die neue Drogenbeauftragte der schwarz-gelben Bundesregierung Mechthild Dyckmans, 58, will sich nicht für weitere Werberestriktionen einsetzen. Das kündigt die FDP-Politikerin in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" an. Nach Einschätzung von Dyckmans reichen die bestehenden Beschränkungen - etwa, dass sich Alkoholwerbung nicht direkt an Kinder und Jugendliche richten darf - aus. "Ich sehe im Augenblick keinerlei Veranlassung, über die bestehenden Regelungen und Restriktionen hinauszugehen", so Dyckmans.

Damit vertritt die Politikerin eine andere Auffassung als ihre Vorgängerin Sabine Bätzing. Die SPD-Frau hatte sich immer wieder für Verschärfungen eingesetzt. Dyckmans glaubt dagegen, dass zunächst einmal die Auswirkungen dieser Praxis abgewartet werden müssen, "bevor man über Weiteres nachdenkt".

Zudem erfülle Deutschland bereits nahezu alle Vorgaben der internationalen Tabak-Rahmenkonvention der Weltgesundheitsorganisation. Einzig der Bereich Außenwerbung sei noch kritisch. Hier wolle sie sich aber "genau anschauen, ob es in dieser Frage in Deutschland noch Defizite gibt". mas
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