Werbeumsätze der Zeitungen brechen zum Jahresbeginn ein / Gesamtspendings entwickeln sich stabil

Mittwoch, 15. Februar 2012
Die Zeitungen lassen im Januar Federn
Die Zeitungen lassen im Januar Federn

Der Werbemarkt 2012 ist stabil gestartet. Mit 1,72 Milliarden Euro brutto haben die Unternehmen in Deutschland nach den ersten Analysen von Nielsen im Januar 0,2 Prozent mehr investiert als im Vorjahresmonat. Es hätte angesichts der Schuldenkrise in Europa und der andauernden Unsicherheiten auch durchaus schlechter ausfallen können. Ein Grund für Jubelarien ist das Ergebnis allerdings auch nicht. Ohne drei starke Mediengruppen wäre das Ergebnis wohl eher negativ ausgefallen. TV wächst um 5,1 Prozent, Internet um 6,5 Prozent, Radio um 4,7 Prozent. Die weiteren Medien beginnen negativ. Kino etwa verliert knapp 9 Prozent, die Zeitungen 7,4 Prozent, die Publikumstitel 3 Prozent, die Fachzeitschriften 7,1 Prozent und Out of Home 2,2 Prozent bei den Umsätzen. Nielsen hat hier eine Veränderung in der Statistik vorgenommen. In der Medienklasse Out of Home weist das Unternehmen seit Janaur 2012 die Mediengruppen Plakat, Transport Media und At-Retail-Media aus. Transport Media enthält absofort auch die Daten der digitalen Out of Home-Medien.

 Zu den werbestärksten Branchen zählen zu Jahresbeginn die Printverlage und die Automobilhersteller, die derzeit fast alle vor der Branchenmesse in Genf in der Erfolgsspur fahren. Während die Zeitungs-Werbung um 14,8 Prozent zulegt, steigern die Pkw-Bauer ihre Spendings insgesamt um 17,9 Prozent. Richtig Gas geben Banken und Versicherungen. Die Zeit der Zurückhaltung scheint trotz anhaltender Vertrauenskrise in der Branche vorbei zu sein. Die Kreditinstitute erhöhen den Druck für Finanzanlagen um fast 31 Prozent. Die Assekuranzen legen gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent zu.

Ganz anders das Bild bei den Handelsorganisationen. Aldi, Lidl und Co haben ihren Werbedruck nochmals um 36,4 Prozent verringert - was dúrchaus eine Erklärung für das Dauertief bei den Zeitungen ist. Ebenos im Minus befindet sich die Pharmawerbung. Trotz der Erkältungszeit haben die Hersteller insgesamt knapp zehn Prozent weniger investiert als im Vorjahresmonat. mir
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