Werberat rügt Hersteller von Partylikör

Dienstag, 04. November 2008
Kommt beim Werberat nicht gut an
Kommt beim Werberat nicht gut an

Der Deutsche Werberat setzt in Sachen Alkoholprävention ein Zeichen und rügt einen Hersteller, der einen Partylikör namens „Ficken" auf den Markt gebracht hat. Anstoß nimmt die Selbstinstanz der Deutschen Werbewirtschaft aber nicht an dem Produktnamen allein, sondern auch an der dazugehörigen Werbung. Im Internet und auf Plakaten verwendet der Schnapshersteller EFAG Trade Mark Company eine fiktive Altersgrenze von 20 Jahren, um das Getränk insbesondere für Jugendlich interessant zu machen. Den bewusst hergestellten Zusammenhang zwischen Alkohol und Geschlechtsverkehr lehnt der Werberat ebenso ab.

Die Beschwerde erhielt das ZAW-Gremium aus der Branche selbst: vom Schutzverband der Spirituosenindustrie. Der  Hersteller sieht das Ganze weniger dramatisch: Das Wort „Ficken" sei längst Teil der Umgangssprache breiter Bevölkerungsschichten, zudem sei die Werbung satirisch gemeint. mh
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