Werberat erteilte 1997 sechs öffentliche Rügen

Dienstag, 07. April 1998

Beim Deutschen Werberat in Bonn sind im vergangenen Jahr 330 Beschwerden eingegangen, die insgesamt 235 Werbemaßnahmen kritisierten. Die meisten Beschwerden betreffen wie auch schon in den Vorjahren die Diskriminierung von Frauen. Insgesamt 181 der eingereichten Werbemaßnahmen wurden vom Deutschen Werberat geprüft, die übrigen 54 Fälle fielen nicht in seinen Zuständigkeitsbereich und wurden beispielsweise wegen behaupteter Rechtsverstöße an die entsprechenden Instanzen weitergeleitet. In 59 der 181 vom Werberat untersuchten Fälle erklärten sich die werbereibenden Unternehmen bereit, die beanstandete Werbung nicht mehr zu schalten oder sie zu verändern. Lediglich in sechs Fällen mußte der Werberat die betroffen Unternehmen öffentlich in den Medien rügen, weil sie im Anschluß an die Beanstandung durch das Gremium nicht bereit waren, ihre Werbung einzustellen oder zu korrigieren.Fünf der gerügten Fälle betrafen frauenfeindliche Werbung. Die übrigen 116 beanstandeten Werbemaßnahmen sprach der Werberat von der Kritik frei.
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