Werberat beanstandet 50 Kampagnen

Dienstag, 15. März 2005
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Werberat Werbemaßnahme Kreml


Insgesamt 50 Werbemaßnahmen wurden im vergangenen Jahr vom Deutschen Werberat als moralisch fragwürdig beanstandet. Im Vorjahr waren es 52 gewesen. In 43 Fällen erklärten sich die Unternehmen bereit, die Werbung aus dem Verkehr zu ziehen oder zu korrigieren. Siebenmal musste das Gremium öffentliche Rügen verhängen.

Der prominenteste Fall betrifft den Musiksender MTV, der wegen Missbrauchs menschlicher Sexualität für kommerzielle Zwecke gerügt wurde. Der Sender hatte in einem Fernsehspot eine Frau beim Stillen eines Säuglings gezeigt. Hierbei führte der Säugling nach wechselvollem Blickkontakt mit der Mutter seine Hand zielgerichtet unter den BH zur "freien" Brust. Offensichtlich sexuell motiviert streichelte der Säugling die Brust der Mutter.

Die weiteren Rügen betrafen die Diskothek Kreml, das Tätowierungsstudio "Exclusive Piercing", den Fahrradhändler Cyclewerx, das Maschinenbauunternehmen Dorit, die Brauerei Lang-Bräu und die Firma BTS Bautechnische Systeme. Ingesamt gingen 929 Proteste ein, etwa die Hälfte mehr als im Vorjahr. Die Zahl der betroffenen Werbemaßnahmen blieb jedoch mit 254 nahezu konstant (2003: 255). Bei den Beanstandungen ging es vor allem um Diskriminierung von Frauen. kj
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