Werbemarkt soll um 2,3 Prozent pro Jahr wachsen

Mittwoch, 26. Oktober 2005

Das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton geht von einem jährlichen Wachstum des deutschen Gesamtwerbemarktes in Höhe von rund 2,3 Prozent bis 2008 aus. Die positive Entwicklung im Werbemarkt beruht nach Ansicht von Booz Allen Hamilton zum einen auf einer steigenden Mediennutzung, zum anderen auf kundenorientiertem Marketing. Besonders personalisierte Angebote und Branded Entertainment sollen reüssieren. Traditionellen Werbeformen wie TV- und Hörfunkspots, Printanzeigen und Bannern verweigern sich die Konsumenten hingegen immer mehr. Insgesamt soll es deshalb zu einer Verschiebung hin zu den neuen Medien und von klassischer zu nicht-klassischer Kommunikation kommen. Booz Allen Hamilton hat im Zuge der Untersuchung auch einige Trends im Bereich der Werbeformen identifiziert. Demnach gewinnt die gezielte Ansprache von Konsumenten über Suchmaschinenwerbung und Käuferprofile an Bedeutung. 55 Prozent der Konsumenten sollen sogar bereit sein, für gezielte Werbung und Angebote, die auf einer Auswertung von Kundendaten beruhen, zu bezahlen. Zudem soll die Schaffung einer stärker kontextbezogenen Markenerfahrung, zum Beispiel durch Product Placements, wichtiger werden. Hinzu kommt eine stärkere Responseorientierung und Interaktivität, zum Beispiel durch Mobile Media. Ein weiterer Trend ist die verstärkte Streuung von Botschaften durch virales Marketing. Schwer erreichbare Zielgruppen sollen über spezielle Events angesprochen werden.

Die Erlöse aus Internetwerbung (bereinigt um Gegengeschäfte) werden laut Studie um 11 bis 12 Prozent jährlich steigen und damit ein Netto-Volumen von 395 Millionen Euro erreichen. Für Mobile Marketing wird ein Anstieg von 50 Mio. (2004) auf 250 Mio. Euro im Jahr 2008 erwartet. Die Ausgaben für Email-Direktmarketing sollen im gleichen Zeitraum von 250 Mio. auf 450 Mio. Euro ansteigen. jh

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