Werbemarkt kühlt ab

Montag, 04. Dezember 2006

Einen Rückgang der weltweiten Werbeausgaben erwarten für 2007 Analysten des Finanzberaterunternehmens Merrill Lynch sowie der Werbeagenturen Zenith Optimedia und Group M. Verlagerungen in neue Medien und die Fragmentierung der Zielgruppen werden als Ursachen für das verlangsamte Wachstum angegeben, berichtet das "Wall Street Journal". Angeheizt werden die wachsenden Online-Ausgaben durch Werbung auf Online-Video- und Social-Networking-Sites. Die rasant wachsenden US-Ausgaben bei Onlinewerbung würden sich 2007 laut Merrill Lynch und GroupM etwas abkühlen, sollen aber im zweistelligen Bereich bleiben. Zenith Optimedia sagt sogar einen Anstieg der Ausgaben von 25 Prozent in diesem Jahr auf 29 Prozent für 2007 voraus.

Traditionelle Medien wie TV und Zeitungen werden laut den Prognosen entweder ein schwaches Wachstum oder Rückgänge bei den Werbeeinnahmen verzeichnen. Zenith Optimedia prognostiziert bei den TV-Werbeausgaben in den USA ein schwaches Wachstum von 0,5 Prozent für das kommende Jahr im Vergleich zu geschätzten 5,4 Prozent für 2006. Auch die US-Zeitungen müssen mit einem gebremsten Wachstum bei den Werbeausgaben rechnen, das von 2,5 Prozent 2006 auf zwei Prozent im kommenden Jahr sinken soll. ork

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