Werbemarkt bleibt im Oktober stabil

Freitag, 14. November 2008

Der deutsche Werbemarkt hat sich im Oktober trotz der Horrormeldungen aus der Finanzwelt erstaunlich stabil gezeigt.  Laut den Werbeforschern von Nielsen Media Research in Hamburg sind die Bruttoausgaben für klassische Werbung im vergangenen Monat um 1,3 Prozent gewachsen. Ingesamt steckten Unternehmen damit hierzulande in diesem Jahr bislang rund 17 Milliarden Euro in die Schaltung von Anzeigen, Plakaten, TV-und Radio-Spots. Ein wesentlicher Treiber der Entwicklung ist der Handel: Deutschlands größter Werbungtreibender, die Media-Saturn Holding in Ingolstadt, steckte im Oktober rund 55 Millionen Euro in Werbung, die Discounter Aldi (35 Milionen) und Lidl (27 Millionen) investierten ebenfalls kräftig und haben ihre Spendings damit seit Jahresbeginn um 30 bzw. 25 Prozent erhöht. Insgesamt steigerte der Handel seine Bruttowerbeinvestitionen um 5,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Auf die Bremse bei den Werbeausgaben drückten hingegen die Autohersteller - ihre Spendings fielen um 9,1 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Zumindest laut der Statistik blieb der befürchtete Erdrutsch bei den Spendings von Finanzdienstleistern aus: Ihre Ausgaben stagnierten mit einem leichten Zuwachs von 0,3 Prozent und erreichen 2008 damit bislang ein Volumen von 513 Millionen Euro. Nachgegeben haben allerdings die Spendings für Finanzanlagen - sie fielen um 7,5 Prozent und betrugen im Monat Oktober rund 23 Millionen Euro. jh
Meist gelesen
stats