Werbemarkt bleibt im Keller

Mittwoch, 04. Juli 2001

Die erhoffte Trendumkehr am Werbemarkt im 2. Halbjahr 2001 wird nicht eintreten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der New Yorker Media-Service-Agentur Zenith Media. Die Ausgaben für Werbung werden dieses Jahr weltweit nur um 1,4 Prozent steigen. Inflationsbereinigt würde damit der internationale Werbemarkt endgültig den Rückwärtsgang einlegen. Zenith korrigierte mit den aktuellen Zahlen die April-Voraussage von 4,8 Prozent nochmals nach unten.

Für Europa wird noch ein Wachstum von 3,6 Prozent für 2001 erwartet. Im April wies die Prognose noch ein Wachstum von 5,9 Prozent aus. Für den US-Markt rechnet die Agentur mit einem Rückgang der Werbeausgaben um 2 Prozent. Im April hatte Zenith noch ein Wachstum von 2,4 Prozent veröffentlicht.

Besonders hart soll es die US-Magazine treffen, die einen Rückgang um 4 Prozent verkraften müssen. Tageszeitungen müssen mit einem Rückgang um ein Prozent rechnen. Die TV-Werbeinvestitionen sollen um 0,8 Prozent sinken. Neben dem schwächelnden amerikanischen Markt und dem Ende des Dotcom-Booms sei auch das langsamere Wirtschaftswachstum ein Grund für die stark gekürzten Werbebudgets. Erst für das kommende Jahr erwartet Zenith eine deutliche Erholung.

"Wir bleiben optimistisch, dass sich 2002 zumindest in Nordamerika und Europa der Markt erholt", erklärte Zenith-Geschäftsführer John Perriss. Für 2002 prognostiziert Zenith eine Steigerung der weltweiten Werbeausgaben um 5,9 Prozent. Für die USA sagt das Unternehmen ein Wachstum von 4,7 Prozent voraus.
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