Werbemarkt: Zenith Optimedia erwartet Erholung für 2010

Montag, 19. Oktober 2009
Für 2009 korrigiert die Agentur ihre Prognose der weltweiten Werbespendings dagegen nach unten
Für 2009 korrigiert die Agentur ihre Prognose der weltweiten Werbespendings dagegen nach unten

Der weltweite Werbemarkt hat offenbar die Talsohle erreicht. Die Agenturgruppe Zenith Optimedia erwartet für 2010 wieder einen leichten Anstieg der globalen Werbeausgaben um 0,5 Prozent - allerdings nicht in Nordamerika, Westeuropa und Japan. Dort müsse man weiterhin mit rückläufigen Werbeinvestitionen von durchschnittlich minus 2,9 Prozent rechnen. Für das laufende Jahr korrigiert Zenith Optimedia ihre Prognose der weltweiten Werbespendings dagegen erneut nach unten: Im Juli hatte die Agentur ein Minus von 8,5 Prozent vorhergesagt. Aktuell geht Zenith von einem Minus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Für den deutschen Markt rechnen die Forscher mit einem Minus von 8,5 Prozent und einer leichten Erholung von minus 3,2 Prozent im nächsten Jahr. Ein Plus wird erst für 2011 wieder prognostiziert.

"Der Konsumentenindex entwickelt sich derzeit jedoch wider aller Erwartungen stabil bis leicht steigend, was dazu führt, dass insbesondere Konsumgüterhersteller auch wieder mehr in Werbung investieren. Für 2010 sieht die Entwicklung deutlich positiver aus. Auf das Niveau von vor der Krise werden wir nächstes Jahr allerdings nicht zurückkehren", sagt Nicole Prüsse, Chairman Zenith Optimedia.

Der Blick auf die Mediengattungen zeigt: Alle außer Online schrumpfen. Ins Internet fließen bis 2011 rund 15 Prozent der globalen Spendings, prognostiziert die Agentur. Dies entspricht einer Wachstumsrate von plus 9,2 Prozent für das laufende Jahr). Wachstumstreiber seien vor allem Suchmaschinenmarketing, Bewegtbild-Werbung, Social Media und Mobile. "Dies ist nicht nur dem Online-Shift angesichts der Krise zuzuschreiben, sondern auch dem Trend zur individualisierten Kommunikation, der das Kommunikationsverhalten von Marken heute - neben dem Ziel der Reichweitengewinnung - zentral geprägt und durch Targeting-Möglichkeiten im Web besonders gut realisieren lässt", so Prüsse. Am stärksten trifft es 2009 die Zeitschriften mit minus 18,2 Prozent. jm
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