Werbemarkt: ZAW korrigiert Prognose deutlich nach unten

Dienstag, 26. Mai 2009
Senkt Prognose: ZAW-Präsident Michael Kern
Senkt Prognose: ZAW-Präsident Michael Kern

Ende vergangenen Jahres übte sich der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)  noch in Optimismus. Während  Mediaexperten für das Jahr 2009 bereits zweistellige Einbußen bei den Werbeausgaben voraussagten, gab sich der Verband mit einem prognostizierten Minus von 1 bis 2 Prozent noch vergleichsweise hoffnungsvoll. Doch nun erkennt auch der von Michael Kern geführte Verband die Realität auf dem Werbemarkt an: Um 5 bis 8 Prozent werden die Werbeeinahmen der Medien in diesem Jahr schrumpfen, so der Verband heute in Berlin.

Erst 2010 wird die Talfahrt ein Ende haben, erwarten die im Dachverband organisierten Medien, Agenturen und Werbungtreibenden. Mit ausgeprägtem Optimismus ist dies allerdings nicht gleichzusetzen: Laut einer aktuellen Trendbefragung rechnet nur knapp ein Drittel der 43 Mitgliedsverbände des ZAW im kommenden Jahr mit einem spürbaren Aufschwung. 60 Prozent erwarten Stagnation auf dem Werbemarkt, 10 Prozent sehen sogar eine Fortsetzung der Rezession drohen.

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Die deutlichen Konsequenzen der Krise für die Medien zeigt eine Bilanz der Netto-Werbeeinnahmen 2008, die der ZAW ebenfalls in Berlin vorgelegt hat. Nach Angaben haben die Medien im vergangenen Jahr nach Abzug von Rabatten und Provisionen einen Umsatz von 20,36 Milliarden Euro erwirtschaftet - 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die größten Verlierer unter den Werbeträgern waren laut ZAW Tageszeitungen (minus 194 Millionen Euro), Publikumszeitschriften (minus 129,4 Millionen) sowie TV (minus 120 Millionen). jh

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