Werbekonjunktur zieht in den USA an

Mittwoch, 23. Juni 2004

Die Werbekonjunktur in den USA zieht wieder an. Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts TNS Media Intelligence/CMR in New York werden die US-Unternehmen 2004 insgesamt 140 Milliarden Dollar in Kampagnen investieren. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von 9,3 Prozent. Damit wird die US-Werbewirtschaft, die 2001 dramatisch um 9 Prozent eingebrochen war, im dritten Jahr in Folge wachsen. Im vergangenen Jahr lag das Plus bei 6,2 Prozent, im Jahr zuvor bei 4,9 Prozent.

Rückenwind für die Konjunktur sollen vor allem die anstehenden Präsidentschaftswahlen bringen. Nach Ansicht der Marktforscher werden die politischen Parteien die Rekordsumme von 1,5 Milliarden Dollar für Wahlwerbung aufwenden. Positive Impulse erhofft man sich außerdem von den olympischen Sommerspielen in Athen. Für Olympia-Kampagnen wollen die US-Unternehmen laut Studie rund 850 Millionen Dollar in die Hand nehmen. Daneben dürften einzelne Wirtschaftszweige ihre Werbeausgaben spürbar erhöhen. So wird erwartet, dass die Pharmaunternehmen ihre Etats um 29 Prozent auf 973 Millionen Dollar steigern. Bei den Finanzdienstleistern rechnen die Forscher mit einem Plus von 23 Prozent und bei den Touristikanbietern von 17 Prozent auf jeweils 1,1 Milliarden Dollar.

Vom Aufschwung profitieren wird vor allem das Internet. Die Etats für Online-Kampagnen sollen um 15,8 Prozent steigen. Über ein Plus in Höhe von 14,3 Prozent können sich auch die TV-Sender freuen, gefolgt von Radiosendern mit einem Zuwachs von 11,5 Prozent. Die Etats für Anzeigen in Magazinen und Zeitungen sollen jeweils um 6,4 Prozent nach oben gehen. mas
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