Werbeklima: Werbeplus trotz Ertragssorgen

Mittwoch, 27. Oktober 1999

Trotz einer kritischen Ertrags-Einschätzung wollen die Unternehmen im nächsten Jahr 6 Prozent mehr für klassische Werbung ausgeben, so die Herbstumfrage des Werbeklimas von GfK und "Wirtschaftswoche".

Vor allem die befragten 151 Werbeleiter zeigen sich hinsichtlich der Ertragsentwicklung ihres Unternehmens pessimistisch. So schätzen nur noch 60 Prozent die Lage als gut oder sehr gut ein, im Frühjahr waren es noch 71 Prozent. Besonders die Vertreter des Konsumgütersektors blicken zu 47 Prozent eher düster in die Zukunft. Dennoch wollen die Unternehmensvertreter im Jahr 2000 ihre Investitionen in klassische Werbung um nominal 6 Prozent ausweiten. Die befragten 30 Agenturchefs, die zu 77 Prozent optimistisch in die Zukunft blicken, rechnen hier mit einem Plus von 4 Prozent. Sie sehen das größte Wachstum (9 Prozent) bei nicht klassischer Werbung.

Die prognostizierten Ausgabenzuwächse müssen jedoch nicht unbedingt einen erhöhten Werbedruck bedeuten: Am häufigsten begründen die Marketingverantwortlichen in den Unternehmen das Werbe-Plus mit allgemeinen Preissteigerungen der Medien. Über ein Drittel von ihnen (Agenturchefs: 57 Prozent) wollen aus diesem Anlass gezielt auf die Suche nach Kommunikationsalternativen gehen. Das Millennium wollen 15 Prozent der Werbeleiter zum Thema machen, nur 5 Prozent jedoch mit einem Sonderbudget.
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