Werbeklima: Klassische Werbung wächst im kommenden Jahr um 0,7 Prozent

Donnerstag, 24. Oktober 2002

Die Experten in der Kommunikationsbranche sind vorsichtig geworden: Zwar rechnet die Mehrheit der deutschen Werbeleiter und Agenturchefs mit einem Aufschwung bis spätestens Mitte 2003, ein Drittel jedoch bleibt skeptisch und erwartet erst zum Ende des nächsten Jahres eine spürbare Belebung des Werbemarktes - oder sogar erst noch später. Dies ist das zentrale Ergebnis der aktuellen "Werbeklima"-Studie von GfK und "Wirtschaftswoche".

Danach wollen die Verantwortlichen aus Unternehmen und Agenturen 2003 in den klassischen Medien nominal 0,7 Prozent mehr ausgeben als in diesem Jahr. Größere Sprünge werden für den Bereich Verkaufsförderung geplant (plus 2,8 Prozent). Sponsoring und andere nicht-klassische Werbeformen sollen sogar um 5 Prozent steigen; das Internet knüpft mit einem prognostizierten Wachstum von 10 Prozent an die guten Zahlen der jüngsten Vergangenheit an.

Die Werbeträgerprognose für den klassischen Bereich fällt durchwachsen aus: Die befragten Unternehmen wollen für Radio 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr investieren. Die Publikumszeitschriften können sich über ein Plus von 2,1 Prozent freuen - jedoch mit starken Schwankungen. Für Zeitungswerbung wollen die befragten Marketer im kommenden Jahr 1,7 Prozent mehr ausgeben. Das Privat-TV soll um 1,1 Prozent zulegen, Fachzeitschriften um 0,5 Prozent. Minus machen laut "Werbeklima" ARD und ZDF (1,6 Prozent) sowie Außenwerbung und Kino mit jeweils 1,8 Prozent. Die ausführlichen Ergebnisse lesen Sie in HORIZONT 43/2002, das am heutigen Donnerstag erscheint.

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