Werbeflaute weicht Alkohol-Werbeverbote in USA auf

Mittwoch, 10. Oktober 2001

Die anhaltende Werbekrise im zwingt die amerikanischen TV-Stationen, ihre Grundsätze aufzuweichen. Das gilt inzwischen auch für die bislang verpönte Alkoholwerbung. Seit 1948 gibt es eine freiwillige Übereinkunft von Herstellern und Sendern, auf Werbung mit hochprozentigen Getränken zu verzichten. Diese Einigung wurde zwar schon in der Vergangenheit immer wieder mit gelegentlichen Spots auf kleineren Lokalsendern unterlaufen. Vom Schaltvolumen her fielen diese Kamapagnen allerdings nicht ins Gewicht.

Angesichts der hohen Einnahmeverluste infolge der Terroranschläge in den USA denken aber nun auch die großen TV-Networks allmählich um. Nahezu alle Stationen sollen nach Vorhersagen der Handelskonzerne mittlerweile bereit sein, Werbung für hochprozentige Spirituosen unter gewissen Auflagen zu akzeptieren. Der US-Spirituosenhersteller Brown-Forman, Louisville, will daher nun die Nagelprobe wagen und für seine Whiskey-Marke Jack Daniels eine massive nationale Werbekampagne starten. Der Schwerpunkt des Werbeauftritts soll dabei ausdrücklich im Fernsehen liegen.
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