Werbeausgaben: Procter & Gamble setzt sich an die Spitze

Dienstag, 04. Januar 2011
Die US-Zentrale von Procter & Gamble
Die US-Zentrale von Procter & Gamble


Procter & Gamble war 2010 offenbar in bester Werbelaune. Eine Woche, bevor Nielsen Media Research die Jahresauswertung der Top-Spender in Deutschland veröffentlicht, sind die UK-Zahlen schon durch. Mit Ausgaben von knapp 190 Millionen Britischen Pfund (rund 220 Millionen Euro) hat sich Procter an die Spitze der Werbungtreibenden gesetzt und damit die britische Regierung abgelöst. Der Hersteller von Ariel-Waschmittel und Pampers-Windeln gab brutto 30 Prozent mehr für Werbung aus als 2009 - und auch deutlich mehr als die Nächstplatzierten.
Auf den US-Konsumgüterkonzern folgen der Pay-TV-Anbieter BSkyB mit 161 Millionen Pfund, Procter-Konkurrent Unilever (132 Millionen) und die britische Supermarktkette Tesco (120 Millionen). Das Central Office of Information, in dem die britische Regierung Marketing und Kommunikation bündelt, reduzierte 2010 - im Jahr des Regierungswechsels - um fast die Hälfte und liegt nun mit 112 Millionen Pfund auf Rang 5.

Auch hierzulande hat Procter gute Chancen auf den Werbethron. Das Plus fiel bis Ende November zwar nicht ganz so groß aus wie in Großbritannien, ist mit 16,7 Prozent aber doch deutlich. Und: Mit Ausgaben von 540 Millionen Euro führte der Konzern mit Sitz in Schwalbach das Ranking nach den ersten elf Monaten mit deutlichem Vorsprung an - fast 90 Millionen Euro trennten Procter vom Zweitplatzierten Media-Saturn. Noch im Vorjahr war die Ingolstädter Elektronikkette das Unternehmen mit den meisten Werbeausgaben in Deutschland - und zwar 481 Millionen Euro. mh
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