Werbeartikelbranche befürchtet Kahlschlag wegen Gesetzentwurf

Dienstag, 14. Januar 2003

Eine Pleitewelle und rund 30.000 Kündigungen befürchtet Hans-Joachim Evers, Vorsitzender des Gesamtverbandes der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW), als Folge eines Gesetzesentwurfes der Bundesregierung, der die Steuerabzugsfähigkeit von Werbeartikeln abschaffen will. Rund 40 Prozent der deutschen Werbeartikelhändler, so Evers, müssten in der Folge Insolvenz anmelden. Auf der europäischen Leitmesse für Werbeartikel, der PSI-Messe, in Düsseldorf bezeichnete Evers die Pläne der Bundesregierung als "politischen Amoklauf".

Der GWW fordert stattdessen die Gleichstellung des Werbeartikels mit anderen Werbemedien wie Hörfunk, TV und Printmedien. Die Pläne der Bundesregierung sehen indes vor, dass Werbeartikel, die auch privat genutzt werden könnten, von der steuerlichen Abzugsfähigkeit ausgeschlossen werden.
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