"Wer, wenn nicht wir": Jägermeister startet Markenkampagne mit neuem Claim

Mittwoch, 10. Oktober 2012
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Dreimal ertönt das Horn. Es ist ein Signal. Zum Aufbruch. Zum Sammeln. "Es ist was wichtiges passiert", sagt der Bläser mit seinem Spiel vom Hochhaus. „Ihr müsst kommen, egal wo ihr euch befindet und was ihr gerade macht." Preisverleihung, das Essen bei den Schwiegereltern, eine Präsentation. Scheiß egal. Es gibt Wichtigeres. In schnellen Schnitten erzählt der neue Spot von Jägermeister drei kurze Storys, die alle in einer ganz großen enden: in der ewig schönen Geschichte von Freundschaft, einer verschworenen Gemeinschaft mit tiefer Verbundenheit. Mit dem 25-Sekünder führt die Kultmarke einen neuen Claim ein. Statt "Echt. Jägermeister" heißt es nun "Wer, wenn nicht wir."


Der neue Auftritt ist ab morgen in TV, Online und in ein paar Tagen auch im Kino zu sehen. Auf Facebook bekommen die Fans den Spot bereits seit ein paar Tagen hinter verschlossenen Türen zu sehen. Hinter dem humoresken Clip steht allerdings mehr als die platte Botschaft „Lasst uns gemeinsam feiern und trinken". Es ist das gemeinsame Ziel der Jägermeister-Strategen im Unternehmen und der Stammagentur Philipp und Keuntje, der Marke mehr Wertigkeit und Tiefe zu geben, jenseits des lauten Partygedöns, auf das Jägermeister gern reduziert wird. Bereits mit der Atrium-Kampagne vor zwei Jahren machte sich die Kultmarke auf diesen Weg. Jetzt folgt der nächste Schritt. Monate zuvor haben sich die Marketingstrategen mit der Marke beschäftigt, analysiert und Marktforschung betrieben. „Jägermeister wird besonders dann getrunken, wenn eine Gemeinschaft besondere Momente erlebt oder sich ihrer erinnert",  sagt Marketing-Direktor Philipp Schmoll. Ein Gen, das die Marke schon immer in sich trägt. „Jägermeister ist der Kristallisationspunkt, der dieses Empfinden allen Beteiligten bewusst macht", sagt Torben Hansen, Geschäftsführer bei Philipp und Keuntje. Und damit unterscheidet sich die Marke für die Entscheider siginifikant vom Wettbewerb. Und einer der Gründe, warum Robert Müller, Unitleiter Kreation bei Philipp und Keuntje, und seine Kollegin Silke Dolle, Unitleiterin Beratung, die Würdigung der Gemeinschaft in den Mittelpunkt des Auftritts stellen, bei dem Mona El Mansouri Regie führte und den Markenfilm Berlin produziert hat. 

Das Wissen um die Gemeinschaft als Markenwurzel - ursprünglich war der Kräuterlikör als Getränk für Jäger gedacht - manifestiert sich auch in dem neuen Claim der Marke: „Wer, wenn nicht wir." Die Aussage funktioniert nicht nur aus der Marke heraus, wie Schmoll im Gespräch mit Horizont.net erläutert. Vielmehr mögen die Konsumenten den Slogan, „weil sie ihn auf sich und ihre Gruppe beziehen können". Wirken soll der Claim allerdings auch nach innen. „Als Anspruch an uns, unser Produkt und unsere Maßnahmen", sagt Patricia Sung, Senior Brand Managerin. Das ist nicht nur die selbstbewusste Haltung des Marktführers. Sondern die wichtige Basis für eine Gruppe Gleichgesinnter, die alles kann und der alles gelingt. Selbst wenn man dafür eine Preisverleihung sprengt, die Schwiegereltern brüskiert oder seine Karriere aufs Spiel setzt. mir
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