Weltweiter Werbemarkt legt 2007 um 4,7 Prozent zu

Freitag, 02. Mai 2008
Die Nielsen-Zahlen weisen ein deutliches Plus aus
Die Nielsen-Zahlen weisen ein deutliches Plus aus

Das Jahr 2007 hat der weltweiten Werbeindustrie ein deutliches Plus beschert. Das geht zumindest aus den aktuellen Zahlen des Markt- und Medienforschungsunternehmens Nielsen hervor. Laut dem Nielsen Global AdView sind die weltweiten Werbeausgaben im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent angestiegen. Das stärkste Wachstum mit einem Plus von 12,1 Prozent verzeichnete dabei der asiatisch-pazifische Raum. Angetrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch die rasante Steigerung der Werbeausgaben in China und Indien. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika schloss das Jahr mit einem Plus von 4,9 Prozent ab, während Nordamerika mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau lag.

Unter dem Strich schlossen alle Medien das Jahr mit einem Plus ab. Das Medium TV verzeichnete dabei mit einem Plus von 5,2 Prozent das höchste prozentuale Wachstum, wobei die Trends der Fernsehwerbung in den Regionen Asien-Pazifik und EMEA positiv waren, in Nordamerika hingegen rückläufig. Zeitschriften, deren Werbeumsätze weltweit um 4,4 Prozent nach oben kletterten, waren das einzige Medium in Nordamerika mit positiven Werbeerlösen. In den asiatisch-pazifischen Ländern zeigten die Zeitschriften ein zweistelliges Wachstum. Die Werbeumsätze der Zeitungen steigerten sich im Gesamtjahr 2007 um 3,8 Prozent. Einzig im nordamerikanischen Markt ergab sich eine Reduzierung für dieses Medium.

Die globalen Werbeumsätze für das Medium Radio steigerten sich um plus 4,7 Prozent. Die Regionen EMEA und Asien-Pazifik verzeichneten in der Einzelbetrachtung bei dem Medium Radio Zuwächse, während in Nordamerika eine Reduzierung der Radio-Werbeerlöse von minus 1,9 Prozent registriert wurde. Dieser Trend basiert im Wesentlichen auf der veränderten Radio-Datenmethodik, die 2007 in den USA vorgenommen wurde.

Die Werbungtreibenden investierten im Durchschnitt mehr in Kommunikation als im Vorjahr. Lediglich die Branchen Automobil (minus 3,2 Prozent) und Medien (minus 1,5 Prozent) gaben weniger für Werbeschaltungen aus als im Vergleich zum Vorjahr. Der Handel blieb auf dem Vorjahresniveau, während die restlichen Branchen ihre Werbeaufwendungen erhöhten. In Hinblick auf die verschiedenen Regionen steigerten in Asien-Pazifik alle Branchen ihre Werbespendings. In den EMEA-Ländern verzeichneten die Branchen Handel und Gebrauchsgüter gleichbleibende Werbeausgaben während die anderen Branchen ihre Werbeaufwendungen steigerten. In Nordamerika zeigte sich hingegen eine umgekehrte Entwicklung: alle Branchen - mit Ausnahme der Branchen FMCG und Finanzen - reduzierten ihre Werbeinvestitionen.
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