Weibliche Führungskräfte kritisieren Klischees in der Werbung

Montag, 14. März 2005
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Führungskraft Werbung Klischee


Die Mehrheit der weiblichen Führungskräfte und Unternehmerinnen fühlen sich als Konsumentinnen von der Werbung kaum oder gar nicht angesprochen. Besonders technikaffine Branchen schneiden bei den Frauen schlecht ab. Das ist das Ergebnis des "Women-Panels", einer Anzeigen-Studie des Hamburger Marktforschungsinstitutes Media Analyzer und der Unternehmen Women.de und Gender Trends.

90 Prozent der insgesamt 200 befragten Top-Entscheiderinnen fordern eine Abkehr von Klischees wie etwa der erfolgreichen Karrierefrau, der liebenden Hausfrau und Mutter und der nicht technikbegabten und nach Hilfe suchenden Frau, die in Kampagnen meist aufgegriffen werden. Als Gegenentwurf wünschen sich 36 Prozent "geistreiche" Werbung mit "normalen" Frauen, die ein "neutrales Frauenbild" vermitteln (42 Prozent). Erwünscht ist auch die Darstellung der erfolgreichen Frau, doch nicht im Sinne der perfekten Karrierefrau (38 Prozent).

Schlechte Noten erhalten vor allem die Technik-Branchen: Bei den insgesamt zehn getesteten Anzeigen belegten die Werbungen für Handys und Autos die untersten Ränge der Gesamtwertung. Dabei schätzen gerade weibliche Führungskräfte mit Geld und Einfluss technische Produkte als Statussymbole und zeigen in diesem Bereich hohes Markenbewusstsein: So gaben die Studien-Teilnehmerinnen an, beim Kauf von Autos (80 Prozent), Telekommunikationsprodukten (63 Prozent) und Hardware (63 Prozent) besonders auf die Marke zu achten. Doch die Werbung scheint auf das Kaufverhalten kaum Einfluss zu nehmen. 88 Prozent verneinen die Frage, ob sie beim Autokauf den ersten Impuls aus der Werbung erhielten. mas
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