Wegen Terrorzelle: Thüringen setzt Imagekampagne aus

Donnerstag, 17. November 2011
Mit dem Claim "Das ist Thüringen" wirbt der Freistaat für sein Image
Mit dem Claim "Das ist Thüringen" wirbt der Freistaat für sein Image


Wegen der Enthüllungen um die aus Thüringen stammende rechtsextreme Terrorzelle, zieht der Freistaat seine im August gestartete Imagekampagne zunächst zurück. "Wir werden in diesem Jahr keine Anzeigen mehr schalten", sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig der "Thüringer Allgemeinen". Die Taten der drei aus Jena stammenden Rechtsterroristen bedeuteten einen "schweren Imageschaden für das Land." Eine Fortsetzung der Kampagne würde "kontraproduktiv" wirken, so Machnig gegenüber der Zeitung. Jetzt sei vielmehr eine "schnelle und umfassende Aufklärung" gefordert. Eine Minsteriumssprecherin erklärte gegenüber HORIZONT.NET, dass die Kampagne zu einem späteren Zeitpunkt auf jeden Fall fortgesetzt werden solle. Wann dies sein werde, müsse aber noch besprochen werden.

Die Kampagne "Das ist Thüringen" der Hamburger Agentur KNSK war Mitte August gestartet und sollte das ostdeutsche Bundesland bekannter machen. "Lediglich 13 Prozent der Menschen außerhalb des Landes wissen, dass Erfurt in Thüringen liegt, nur acht Prozent verorten Weimar oder die Wartburg hier. Denn außerhalb von Thüringen hat eigentlich keiner ein Bild von Thüringen", hatte Machnig zum Start des Imageauftritts verkündet. Neben Printmotiven gehörte ein TV-Spot zu den Maßnahmen der Kampagne. ire
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