"Wall Street war Fiktion": Michael Douglas jagt Finanzbetrüger für das FBI

Dienstag, 28. Februar 2012
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Es war eine seiner Paraderollen. Für die Darstellung des gewissenlosen Bankers Gordon Gekko im Kinoklassiker "Wall Street" erhielt Michael Douglas 1987 den Oscar. Mit dem Satz "Gier ist gut" prägte er die Denkweise einer ganzen Generation von Brokern und Investmentbankern. Doch nach Lehman-Pleite und Schuldenkrise haben sich die Zeiten geändert. Douglas kehrt jetzt zurück, als Werbegesicht für das Federal Bureau of Investigation (FBI). In dem sehr nüchtern gehaltenen 60-Sekünder wirbt die Schauspielerlegende dafür, illegale Finanzgeschäfte aufzuzeigen. "Der Film Wall Street ist eine Fiktion gewesen. Doch das Problem ist real", sagt Douglas, der Banker dazu aufruft, die Strafbehörden bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Seit 2009 hat die US-Behörde die Jagd auf Insider-Händler drastisch verschärft. Das FBI will derzeit rund 120 Personen verhaften, denen betrügerische Geldgeschäfte vorgeworfen werden. Prominentester Fang bisher war der ehemalge König der Hedgefonds Raj Rajaratnam. Ihm wurde letztendlich der Leitspruch von Gekko zum Verhängnis. Heute würde die geläuterte Kultfigur der Banker vielleicht stattdessen eher sagen: "Gier bringt dich in den Knast." mir
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