Wal-Mart will Preiskampf

Mittwoch, 10. April 2002

Die Supermarkt-Kette Wal-Mart läutet eine neue Runde im Preiskampf ein. Zu Beginn der Woche startete der Lebensmittelhändler seine nach eigenen Angaben bislang größte Preiskampagne. Der Auftritt mit den "Rollback"-Preisen wird durch umfangreiche Promotionaktionen und bundesweiten Einsatz von Handzetteln (Agentur: Publicis, Frankfurt) kommuniziert. Ein 20-seitiger Sonderprospekt wurde an über zehn Millionen Haushalte verteilt.

Wal-Mart wirbt, dass für mindestens 60 Tage die Preise von 300 Artikeln in allen 95 deutschen Supercentern reduziert werden. Bereits vor zwei Jahren hatte eine ähnliche Aktion des amerikanischen Handelsriesen einen lang anhaltenden Preiskrieg im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel ausgelöst.

Diesmal aber lässt sich die Branche nicht mehr aufschrecken und gibt sich gelassen. So hat Rewe-Chef Hans Reischl inzwischen die Lust an Scharmützeln an der Preisfront verloren: "Es gibt keinen Umsatzzuwachs durch drastische Preissenkungen." Bei einem Umsatzanteil von zwei Prozent in Deutschland sei Wal-Mart zudem zu klein, so Gerd Härig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels, um das Preisgeschehen zu bestimmen.
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