Wahlboykott-Spot: Auflösung mit weiteren Stars

Dienstag, 28. Juli 2009
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Das virale Video, in dem deutsche Prominente zum Wahlboykott aufrufen, geht nun in die Fortsetzung. Während die Stars wie Jan Hofer, Mike Krüger, Sarah Kuttner oder Alexandra Kamp mit Blick auf die Bundestagswahl noch schlicht "Geh nicht hin" verkündeten, folgt nun die Auflösung. In dem Spot, angelehnt an die virale "Don't Vote"-Kampagne zur US-Präsidentschaftswahl, folgt der Tenor zunächst dem ersten Spot. Schließlich aber nennen die Promis Gründe, warum man doch wählen sollte.

Die Star-Riege wurde für den zweiten Flight erweitert. Mit dabei sind diesmal unter anderem noch TV-Moderatorin Sandra Maischberger und Geigen-Virtuosin Anne-Sophie-Mutter.

Die weit vor der Wahl am 27. September gestartete Aktion der Politik-Plattform Politik-digital.de und der Fernsehproduktion Probono soll "Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit thematisieren“, sagt Stefan Gehrke, Geschäftsführer von Politik-digital.de.

Während der US-Spot mit seiner Riege an Hollywood-Stars in seiner Tonalität von Beginn an klar als Anti-Boykott-Aufruf erkennbar war, ließ die deutsche Variante die Ironie nur mit viel Wohlwollen erkennen.

Die daraufhin geäußerten Kritik am dem Spot wollen Macher und Darsteller aber nicht gelten lassen. „Tagesschau“-Sprecher Jan Hofer sagte dem Magazin „Focus“, er sei überrascht, „wie viele Leute so naiv sind und glauben, er würde wirklich nicht zur Wahl gehen“.

Hofer ist in dem ersten Clip mit dem Satz zu sehen: „Also, Sie werden mir das ja vielleicht nicht glauben, aber ich gehe nicht wählen.“ Mit dem Staz taucht er auch im zweiten Spot auf, erklärt dann aber im späteren Verlauf des rund dreiminütigen Clips, warum er doch wählen geht. ork
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