WM-Vermarkter müssen nachsitzen

Dienstag, 28. Juli 1998

Rund 19 Prozent der Europäer fällt spontan der Name Nike ein, wenn nach den stärksten Engagement bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft gefragt wird – lediglich 16 Prozent schreiben Adidasdiese Rolle zu. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen europaweit durchgeführten Studie von der Kölner Gesellschaft für kreative Marktforschung Sport + Markt. Obwohl das US-amerikanische Unternehmen nicht offizieller Sponsor der WM war, sondern lediglich neben Brasilien fünf weitere Teams ausgerüstet und das Mega-Event ansonsten mit kreativen Werbespots begleitet hat, liegt es bei der ungestützten Bekanntheit vor dem Herzogenauracher Konkurrenten. Nach Ansicht von Hartmut Zastrow, Geschäftsführer von Sport + Markt, müsse es im Interesse des WM-Vermarkters ISL liegen, diese Art von "Ambush-Marketing" in Zukunft zu vermeiden. Als Vorbild nennt Zastrow die Vermarktung der Champions League (Vermarkter: Team, Luzern), bei der werbliche Maßnahmen von Konkurrenzunternehmen im Umfeld der Übertragung der Sportveranstaltung nahezu ausgeschlossen sind. Der ausführliche Bericht über die Probleme der Bandenwerbung, die Auseinandersetzung zwischen Nike und Adidas sowie die Bekanntheit von Nationalmannschaftssponsoren in HORIZONT 31/98.
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