WM-Kampagne: Coca-Cola inszeniert den Torjubel

Freitag, 05. März 2010
Am 6. April gibt Coca-Cola den Startschuss für seine WM-Kampagne
Am 6. April gibt Coca-Cola den Startschuss für seine WM-Kampagne

Für Coca-Cola beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bereits am 6. April. Dann startet der Getränkeriese und offizielle FIFA-Sponsor seine integrierte Kampagne "Zeig uns Deinen Torjubel". Die deutschen Nationalspieler haben diese Aufforderung am Mittwoch abend, eine Stunde nach Ende der offiziellen Kampagnenvorstellung, allerdings nicht verstanden. Sie verloren bekanntermaßen das Spiel gegen Argentinien 0:1. Dennoch geht das Management von Coca-Cola von einem Erfolg der Kampagne aus. Insgesamt 1,5 Milliarden Kontakte will der Brausenhersteller mit seinem zweistelligen Millionenbudget erreichen. Genauere Zahlen mag Marketing Director Thomas Gries nicht nennen. Nur das lässt er sich noch entlocken. "Online nimmt in diesem Jahr einen breiteren Raum ein.

So schickt Coca-Cola Dampfplauderer und Fußballfanatiker Oliver Pocher jubelnd viral durchs Netz. Er fordert die Internetgemeinde auf, eigene Torjubelszenen auf Youtube im Coca-Cola Brandchannel hochzuladen. In SchülerVZ startet zudem das "Coca-Cola Flag-Team". Hier können sich Schüler als Flaggenträger für das WM-Spiel gegen Australien in Durban bewerben.

Der TV-Spot zeigt indessen Klassiker des Torjubels wie etwa Roger Millas legendären Tanz um die Eckfahne oder Miroslav Kloses berühmter Salto. Die Musik zum Film stammt vom somalischen Musiker K’naan. Entwickelt hat den Spot Santo, die Adaption für Deutschland lag in den Händen von McCann Erickson in Berlin.

Zudem startet der Softgetränkehersteller auf CokeFridge ein Gewinnspiel und gemeinsam mit Sammelbildchen-Anbieter Panini seine bislang größte Zugabeaktion. Insgesamt 38 Millionen Sammelbilder in zehn Millionen Tütchen bringt Coca-Cola über Multipacks und Mehrwegkästen in den Handel. Hier schließt sich auch ganz nebenbei der Kreis zum TV-Spot. Bei den Sammelbildern zu den Kästen gibt es zwei Stück mit dem Klose-Salto. Bleibt zu hoffen, dass Deutschland sich in Südafrika nicht auf Torjubel auf Abziehbildern und TV-Spots beschränken muss. mir
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