Von Trapattoni bis Techno-Beats: Maggi lässt seinen Bolognese-Spot remixen

Mittwoch, 27. Februar 2013
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Mitte Januar hatte Maggi mit dem TV-Spot für „Fix & Frisch Spaghetti Bolognese" (Kreation: Publicis, Frankfurt) den visuellen Wandel des Markenauftritts eingeläutet. Jetzt zeigt die Nestlé-Traditionsmarke, dass sie auch die Verlängerung in die digitalen Netze beherrscht. Auf Facebook liefert Maggis Digitalagentur Razorfish regelmäßig selbst Remixe des Spots und bietet kreativen Fans die Möglichkeit, ihre eigenen Versionen zu erstellen. Herausgekommen ist dabei ein wildes Gemisch aus Prominentenparodien und Musikvideos, die teilweise sogar wieder den Weg zurück ins Werbefernsehen gefunden haben. Für Ingo Schäfer, Leiter Marketing Communication und PR bei Maggi, ist die digitale Kampagne zunächst einmal eine gelungene Übertragung eines gastronomischen Trends auf die Kommunikation: „Selbermachen ist zurzeit sowohl beim Kochen als auch im Web angesagt. Der BOLO RE:MIX verbindet die beiden Trends und auch die beiden Kanäle TV und Digital perfekt miteinander."



Doch die Bolo-Remix-Kampagne (Mediaagentur: Optimedia/Perfomics) erlaubt es Maggi auch, jede Woche auf Facebook und Youtube aktuelle Themen im Rahmen des Echtzeit-Marketings aufzugreifen: In einer Parodie auf „Der Bachelor" bekocht beispielsweise eine fiktive Teilnehmerin der Kuppelshow ihren Traummann. Und pünktlich zum Start von „Stirb Langsam 5" vertonte der Synchronsprecher von Bruce Willis den Bolognese-Spot. Die Parodie auf „Der Bachelor" fand ihren Weg zurück ins TV und lief am vergangenen Mittwoch in der Werbepause der RTL-Casting-Show.



Für Maggi steht hinter dem Auftritt allerdings mehr als nur die Lust am digitalen Experiment. Wie Nestlé-Deutschlandchef Gerhard Berssenbrüge im Gespräch mit der "Lebensmittel Zeitung" deutlich machte, steht die Marke vor der strategischen Herausforderung, junge Konsumenten durch eine andere Kommunikation und neue Produkte zu erreichen. Dabei rührt Maggis Problem nicht nur von seinem traditionellen Image als Hausfrauen-Marke. Auch der ungebrochene Trend zum Außerhaus-Konsum von Lebensmitteln erschwert der Marke speziell in jungen Zielgruppen die Ansprache neuer Kunden. cam

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