Volvo baut Media- und Werbestrategie um

Donnerstag, 26. Juni 2008
Volvo-Marketingchef Markus Matzak-Precht
Volvo-Marketingchef Markus Matzak-Precht

Während in der schwedischen Zentrale harte Stellenstreichungen helfen sollen, die Marke wieder rentabel zu machen, sucht Volvo auch hierzulande einen Ausweg aus der Flaute. Nun soll ein Strategiewechsel im Marketing dem Absatz der Marke aus dem Ford-Konzern auf die Sprünge helfen. "Volvo muss in Deutschland wieder wahrnehmbarer werden", sagt Markus Matzak-Precht, seit April als Marketingchef bei der Kölner Importeursgesellschaft an Bord. Der Share of Advertising der Marke hat sich in den vergangenen fünf Jahren hierzulande fast halbiert - mit Etatumschichtungen und einer veränderten Media- und Werbestrategie soll es nun wieder aufwärts gehen.

So hat Volvo in diesem Jahr seinen Auftritt auf der Leipziger AMI und bei regionalen Events reduziert, um mehr Geld in Media stecken zu können. 50 Prozent des Marketingbudgets fließen mittlerweile in die Buchung von Werbeplätzen, gegenüber 2007 wurde das Budget leicht erhöht. Im vergangenen Jahr gab Volvo hierzulande laut Nielsen Media Research rund 27 Millionen Euro brutto für Werbung aus.

Dieses Geld soll in Zukunft anders über die Mediapläne verteilt werden. "Wir wollen in der Werbung weg von der Konzentration auf Launch-Aktivitäten, hin zu einer kontinuierlichen Präsenz", sagt Oliver Engling, bei Volvo für Werbung und CRM zuständig. So sollen die Modelle verstärkt unter dem Dach von Kampagnen beworben werden, die wichtige Markenthemen behandeln. Ein erstes Beispiel ist der aktuelle Printauftritt zum Thema Sicherheit, den der neue Agenturpartner Saatchi & Saatchi entwickelt hat.

Eine Schlüsselrolle spielt dieses Thema auch bei der Schärfung des Markenprofils, an der Volvo derzeit arbeitet. Stärker als bislang will sich der Hersteller mit aktiver Fahrsicherheit profilieren. "Sie werden zu diesem Thema noch einiges von unserer Marke sehen", kündigt Matzak-Precht an. Zum Beispiel bei der Kampagne für den XC 60, der Mitte November kommt. In dem Auftritt soll die "City Safety"-Technologie des Modells im Mittelpunkt stehen.
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