Volkswagen will gegen EU-Entscheidung vorgehen

Donnerstag, 29. Januar 1998

Die von der Europäischen Kommission gegen die VW AG, Wolfsburg, verhängte Geldbuße in Höhe von 200 Millionen Mark ist für den Konzern "angesichts des Sachverhalts nichtnachvollziehbar und insbesondere in ihrer Höhe aus unserer Sicht völlig unverhältnismäßig". In einer Presseerklärung von Audi heißt es wörtlich: "In dem Verfahren der Europäischen Kommissionwegen angeblicher Behinderung des Fahrzeugverkaufs durch italienische Händler an deutsche und österreichische Abnehmer in den Jahren 1993 bis 1995 haben Volkswagen und Audi in ihrer Stellungnahme gegenüber der Kommission nachdrücklich darauf hingeweisen, daß den italienischen Händlern lediglich der Verkauf an nicht autorisierte Wiederverkäufer untersagt worden war. Graumarktimporte durch nicht autorisierte Wiederverkäufer widersprechen dem europäischen Recht. Die Aufforderung an die italienischen Händler, derartige Graumarkthändler nicht zu beliefern, ist nicht nur zulässig, sondern zum Schutz der autorisierten Händler in Deutschland und Österreich sowie des selektiven Vertriebssystems insgesamt auch geboten. Der Verkauf an Endkunden aus Deutschland und Österreich sowie an legitimierte Vermittler und autorisierte Wiederverkäufer ist nicht unterbunden worden. Nach Zustellung wird Volkswagen gegen die Entscheidung der EU-Kommission Klage beim Europäischen Gericht Erster Instanz erheben, um die unterschiedliche Bewertung des Sachverhalts einer gerichtlichen Klärung zuzuführen."
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