Volkswagen gründet Auto-Uni in Wolfsburg

Dienstag, 12. November 2002

Auf zukünftige Wettbewerbsvorteile setzt Volkswagen mit der Gründung der Auto-Uni. Der Zentral-Campus der Bildungseinrichtung entsteht am Wolfsburger Hageberg. Die ersten VW-Studenten sollen 2004 in Gebäudemodul 1 einziehen, für das rund 45 Millionen Euro investiert werden. "Die Volkswagen Auto-Uni wird nicht nur die Kompetenzen von Fach- und Führungseliten fördern, sondern auch der umfassenden Persönlichkeitsentwicklung große Aufmerksamkeit widmen", kündigte Walther Ch. Zimmerli, Gründungspräsident der Auto-Uni, gestern in Wolfsburg an.

Dafür soll eine eigene "School of Humanities" Sorge tragen. Dieser Fachbereich ergänze die strategisch wichtigen "School of Economics" sowie "School of Technology" und stelle sicher, dass die Bildungsprogramme transdisziplinär angelegt seien. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder unterstrich die Bedeutung der unternehmenseigenen Hochschule für die Entwicklung der so genannten Job Families, die der Initiator der Auto-Uni, Personalvorstand Peter Hartz, konzernweit über Hierarchien und Strukturen hinweg definiert habe.

Die Volkswagen Auto-Uni soll sich weltweit vernetzen. Unabhängig vom Bezug des eigenen Gebäudekomplexes haben die Vorlesungen und Seminare bereits begonnen. In einer ersten Phase ist die neue Bildungseinrichtung von Volkswagen auf Teilnehmer aus dem Unternehmen fokussiert. In einem zweiten Schritt soll sie auch für Zulieferer und Partner geöffnet werden. Die generelle Öffnung ist in der dritten Phase vorgesehen. Volkswagen investiert in den nächsten fünf Jahren 40 Millionen Euro in Bildungsprogramme und Personal der Auto-Uni, die dann jährlich rund 3000 ausgewählte Lernwillige aus aller Welt besuchen können.
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