Vodafone mit einer Million UMTS-Kunden

Montag, 21. November 2005

Beim Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber Vodafone ist die Zahl der UMTS-Kunden bereits vor Beginn des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts auf über eine Million gestiegen. Ursprünglich hatte sich die Tochterfirma des britischen Mobilfunkriesen dieses Ziel für Ende 2005 vorgenommen. Vor einem Jahr hatte Vodafone den kommerziellen Massenstart von UMTS eingeläutet. UMTS sei die Zukunft des Mobilfunks, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone D2, Friedrich Joussen, im Gespräch mit DPA. "Wir sind stolz, Markt- und Innovationsführer in Sachen UMTS zu sein und wollen dies auch bleiben".

Anders als die Wettbewerber T-Mobile, E-Plus und O2 hat Vodafone den Mobilfunkstandard der so genannten 3. Generation ins Zentrum seiner Wachtumsstrategie gerückt und macht auch seit dem kommerziellen Start immer wieder mit massiven Werbekampagnen auf sein Angebot aufmerksam (Agentur: J. Walter Thompson, Frankfurt; Media: OMD, Düsseldorf). Allerdings ist die Strategie umstritten. Verschiedene Studien zeigen, dass die auf der UMTS-Technik basierenden multimedialen Dienste bislang nur sehr eingeschränkt genutzt werden. So soll die klassische Sprachtelefonie inklusive SMS nach wie vor rund 95 Prozent zum Umsatz der Mobilfunkanbieter beitragen.

Im Weihnachtsgeschäft will Vodafone mit insgesamt 20 UMTS-Handys und 4 Datenkarten noch einmal kräftig Gas geben. Unter den angebotenen Diensten sind mobiles TV und das Herunterladen von Musik aus dem Internet die Renner. Auch in der Netzabdeckung sieht sich Vodafone ganz vorne: Rund 1700 deutsche Städte und Gemeinden mit 70 Prozent der Bevölkerung seien inzwischen mit UMTS versorgt. mas

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