Vodafone gibt Startschuss für UMTS-Werbung

Freitag, 13. Februar 2004

Zeitgleich zum Launch der UMTS-Datenkarte für Laptops am kommenden Montag wird Vodafone als erster deutscher Mobilfunkanbieter das Thema 3G werblich besetzen. Die Markteinführung der Chipkarte, die bei Vertragsabschluss 359 Euro kostet und laut Vodafone das mobile Surfen in sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit ermöglicht, sowie der dazugehörigen Tarife werden zunächst mit einer Printkampagne in überregionalen und regionalen Tageszeitungen sowie im Internet beworben. Für die Kreation des Auftritts ist die Stammagentur Cayenne in Düsseldorf zuständig, um Planung und Einkauf kümmert sich HMS Carat in Wiesbaden.

Da sich die Nummer 2 im deutschen Mobilfunkmarkt in dieser ersten Phase noch vor allem auf die Zielgruppe der Geschäftskunden fokussiert, wird zusätzlich die bereits 2003 gestartete Businesskundenkampagne vollständig auf UMTS gedreht. Zudem wird es PoS-Aktionen in den Vodafone-Shops und Informationsbeilagen in den Kundenrechnungen geben. Ein TV-Auftritt ist in dieser frühen Phase noch nicht geplant. Wie eine Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET ankündigt, steht dies erst zur Debatte, wenn auch die ersten UMTS-Handys in den Shops zur Verfügung stehen und die Mobilfunktechnik der 3. Generation damit massentauglich wird.

Zwar haben bereits einige Handyhersteller UMTS-Geräte auf den Markt gebracht. Doch die ersten Modelle wurden von vielen Mobilfunkern bislang wegen technischer Mängel und ihrer Größe als unzureichend kritisiert. Dies dürfte sich nun schnell ändern. In dieser Woche hat etwa Motorola angekündigt, bald neue 3G-Geräte mit optimierter Technik auf den Markt bringen zu wollen, die zudem nicht viel größer sein sollen als herkömmliche Handys. Die anderen Hersteller wollen ebenfalls nachziehen. Vodafone wird laut Vorstandschef Jürgen von Kuczkowski bereits auf der Computermesse CeBIT einige UMTS-Modelle vorstellen und "noch im Frühjahr die ersten Geräte zum Verkauf anbieten".

Parallel zum Launch der Datenkarte führt Vodafone in der kommenden Woche entsprechende UMTS-Tarifmodelle ein. Nach Unternehmensangaben können sich Kunden entweder für Zeit- oder für Volumenmodelle entscheiden, die jeweils in drei verschiedenen Stufen erhältlich sind. Kunden mit einem Zeittarif können etwa 2, 10 oder 30 Stunden monatlich mit UMTS-Geschwindigkeit surfen und zahlen dafür 10 beziehungsweise 30 und 60 Euro. Bei den Volumentarifen fallen für 10 Megabite 10 Euro, für 50 Megabite 30 Euro und für 150 Megabite 60 Euro an. Das UMTS-Netz von Vodafone funktioniert derzeit in gut 200 deutschen Großstädten.

Keine großen Pläne hat Vodafone dagegen in Sachen Wireless-Lan. Der Ausbau der drahtlosen Technik, die teils als Ergänzung, teils als Konkurrenz zu UMTS gilt, hat bei den Düsseldorfern keine hohe Priorität. So sollen bis Jahresende nur 300 bis 500 Hotspots an öffentlichen Orten wie Cafés oder Flughäfen eingerichtet werden, an denen sich Nutzer eines mobilen Endgerätes ins Internet einwählen können. Wettbewerber T-Mobile hat angekündigt, die Zahl der öffentlich zugänglichen Internet-Zugangszonen bis Ende 2004 auf mehr als 5200 steigern zu wollen. mas
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