Visa plant Frühjahrsoffensive

Dienstag, 18. Februar 2003

Das Kreditkartenunternehmen Visa will mit einer weiteren Werbewelle die Einsatzhäufigkeit des Plastikgeldes erhöhen. Der Hintergrund: Seit Anfang des Jahres kommuniziert die Konkurrenz von Eurocard ihren Namenswechsel zu "Mastercard". Und bislang sah es so aus, als ob Visa die Kommunikationsoffensive einfach so hinnehmen würde.

Doch die Pläne für eine Reaktion liegen bereits in der Schublade - obwohl Ute König-Stemmler, Relationship Manager und Marketing-Koordinatorin bei Visa International in Deutschland, betont, dass die noch in diesem Frühjahr startende Kampagne "keineswegs auf Visa, sondern auf die Marktgegebenheiten" reagiert. Und die, so König-Stemmler weiter, hätten klar gezeigt, dass es jetzt Zeit für die zweite Phase der Kommunikationsoffensive unter dem 1999 eingeführten Motto "Die Zukunft spricht Visa" sei.

Ziel der Kampagne, die derzeit noch von Saatchi & Saatchi in London und Frankfurt entwickelt wird, ist es, die Nutzungshäufigkeit der Karte deutlich zu erhöhen. Innerhalb Europas bedeutet dies konkret, dass Visa innerhalb von fünf Jahren 16 Prozent aller privaten Verbraucherausgaben abwickeln will - dies bedeutet eine Verdopplung der derzeitigen Umsätze am PoS. Allein in Deutschland sollen die Umsätze von 11,8 Milliarden Euro auf fast 24 Milliarden Euro anwachsen.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, will Visa vor allem die Nutzungsfrequenz der Karte in Bereichen erhöhen, die bisher dem Bargeld vorbehalten waren: So sollen Kunden im Lebensmittelgeschäft genauso mit Karte bezahlen wie ihre Telekom-Rechnung oder das Essen im Restaurant. fr
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