Viral entzaubert den RWE-Riesen

Montag, 17. August 2009

Greenpeace findet den Energieriesen aus dem Imagespot von RWE gar nicht niedlich und verweist die Botschaft des Spots in das Reich der Märchen. Während der freundliche Riese weiter wie gehabt durch die Landschaft stapft, konterkariert ein offenbar von Greenpeace-Sympathisanten stammendes Viral in Untertiteln zum Imagefilm die Botschaft mit Fakten zum Unternehmen. Der Spot stammt vom einem unbekannten Internet-Aktivisten. Greenpeace verneint die Urheberschaft. Der Spot von Jung von Matt/Elbe inszeniert RWE als ein Energieunternehmen, das sich im Einklang mit der Natur der Stromerzeugung widmet, doch nennt der Film im Untertitel andere Zahlen: “Nur 0,1 Prozent des RWE-Kraftwerkparks bestehen aus Windkraftanlagen." Gezeitenkraftwerke, wie sie im Film gezeigt würden, existierten nur auf dem Reißbrett. "Vonwegen RWE - Verarschen lassen wir uns nicht”, bilanziert  der Film zum Schluss.

Es ist nicht die erste Persiflage in Sachen RWE. Schon im April wurde von der Umweltorganisation Urgewald ein RWE-Motiv verballhornt, mit dem die Neue-Deutsche-Welle-Gruppe Trio für die RWE-Atomstrommarke Pro Klima warb. Jung von Matt sah damals sein Urheberrecht verletzt und verlangte eine Unterlassungserklärung. Genutzt hat es wenig. Der Protest von JvM sorgte lediglich für eine weitere Verbreitung der Satire im Web. ork
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