Viele Autohändler sind von der GVO in ihrer bestehenden Form nicht überzeugt

Mittwoch, 25. Juli 2001

Nur 55 Prozent der Autohändler sind für die Verlängerung der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) in ihrer bestehenden Form. Dies ergab eine telefonische Umfrage von TNS Emnid Automotive unter 1.987 Vertragspartnern der 22 großen Automarken in Deutschland. Die Zahl der Optimisten ist sehr gering: Nur 14 Prozent glauben, dass die GVO in ihrer jetztigen Form nach September 2002 verlängert wird. Dagegen rechnet ein Viertel der Händler mit der ersatzlosen Streichung der Freistellungsverordnung. Mit 60 Prozent geht die überwiegende Mehrheit davon aus, dass die GVO modifiziert weiterbestehen wird.

"Realismus und Nüchternheit sind den deutschen Autohändlern offensichtlich nicht fremd, wenn es um die Zukunft des Automobilvertriebs geht", kommentiert Stoyan Kamburow, Leiter der Automobilmarktforschung bei TNS Emnid. Doch für eine große Vertriebsrevolution sind die Händler nicht bereit: Immerhin will fast jeder dritte, dass das selektive Vertriebssystem, das Handelsketten keinen Marktzugang eröffnet, beibehalten werden soll.
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