Viel Rauch in Rom: Wie Marken und Medien die Papstwahl begleiten

Mittwoch, 13. März 2013
Bitburger brauchte 3 Minuten, um auf das erste Rauchzeichen zu reagieren (Foto: Facebook/Bitburger)
Bitburger brauchte 3 Minuten, um auf das erste Rauchzeichen zu reagieren (Foto: Facebook/Bitburger)

Als am Dienstagabend gegen 19:40 Uhr erstmals schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufstieg, brauchte Bitburger gerade einmal drei Minuten, um auf die erste Wasserstandsmeldung von der Papst-Wahl zu reagieren. Die Botschaft des Werbemotivs, das die Brauereigruppe auf ihrer Facebookseite  postete, scheint allerdings etwas voreilig gewählt. Denn Bitburger lässt schon jetzt auf die Papst-Wahl anstoßen, obwohl sich die Kardinäle noch gar nicht auf den nächsten Pontifex einigen konnten. Nicht nur für Marken, sondern vor allem für die Medien ist das Konklave derzeit Thema Nummer 1. HORIZONT.NET gibt einen kurzen Überblick.
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Auch Euromaster nutzt die Papst-Wahl, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Hamburger Werbeagentur Weigertpirouzwolf hat für die in Kaiserslautern ansässige Reifen- und Autoservicekette ein Werbemotiv entwickelt. "Schwarzer Rauch? Lieber mal den Auspuff checken", ist das Motiv überschrieben, das derzeit ebenfalls in sozialen Medien verbreitet wird.



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Neben den zahlreichen TV-Sondersendungen (ARD, ZDF, BR, NTV, Phoenix und N24), Sonderseiten  ("Bild", "FAZ") und Livetickern (Spiegel Online, Focus Online, Stern.de, Bild.de), die jeweils über den aktuellen Stand des Konklave  berichten, gibt es auch einige humoristische Highlights. Ein Beispiel ist der ursprünglich auf Spiegel Online veröffentlichte Cartoon von Burkhard Fritsche. Die Zeichnung des Karikaturisten, der unter anderem schon für die Titel "Titanic", "Eulenspiegel" "Geo", "Amica", "taz", "Die Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung" gearbeitet hat, macht derzeit im Internet die Runde und erfreut sich vor allem auf Facebook großer Beliebtheit.

Quelle: Schwarzerhumor.eu
Quelle: Schwarzerhumor.eu
Eine Sensation erwartet offenbar die 2012 gegründete Plattform Schwarzerhumor.eu. "It´s a girl..." steht auf dem Motiv, das die Satire-Gemeinschaft auf ihrer Facebookseite  gepostet hat. 

Der aktuelle "Titanic"-Titel
Der aktuelle "Titanic"-Titel
Ein großes Thema ist die Papstwahl freilich auch für die Satiremagazine: "Papstwahl muss aufgrund fehlender CO2-Zertifikate verschoben werden", titelt heute "Der Postillon" auf seiner Website - und führt dann im Text weiter aus, dass der Vatikan offenbar versäumt habe, die nötigen CO2-Zertifikate zu erwerben, die für den im Zuge der Wahl ausgestoßenen schwarzen oder weißen Rauch nötig wären. Die "Titanic" lässt es sich in ihrer aktuellen Ausgabe mit dem Titel "Endlich Sex - Benedikt und sein Georg" nicht nehmen, dem bereits abgetretenen Papst nochmal ordentlich einen mitzugeben - und gibt auf ihrer Website eine düstere Prognose zur  Papstwahl mit sage und schreibe 207 Wahlgängen ab.

Die Website des Postillon
Die Website des Postillon
Wer nicht mehr warten will, bis tatsächlich mal weißer statt schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, der kann sich mit dem Pope-U-Lator behelfen. Die interaktive App, die von "Katholiken mit Sinn für Humor" bereits 2005 nach dem Tod von Johannes Paul II gelauncht wurde, ist eine Art Wahl-o-mat zur Papstwahl: User können dort angeben, wie wichtig sie insgesamt 11 Charaktereigenschaften des künftigen Papstes finden - und bekommen am Ende eine Liste mit den wahrscheinlichen Kandidaten ausgespuckt. mas
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