Versicherer haben im Mitmach-Web noch Defizite

Montag, 11. April 2011
R+V24 hat gerade mal etwas mehr als 6000 Fans auf Facebook
R+V24 hat gerade mal etwas mehr als 6000 Fans auf Facebook

Versicherungsunternehmen platzieren sich zunehmend auch bei Facebook und Co. Doch der Kommunikation der Versicherer im Mitmach-Web attestiert eine Studie der Strategieberatung Keylens Management Consultants noch Defizite. Zum Beispiel die Reichweite. Sie ist noch vergleichsweise niedrig. So verfügte der Spitzenreiter in der Untersuchung, die Versicherung R+V24 über rund 6000 Fans auf Facebook. Der US-Branchenprimus State Farm Nation bringt es dagegen schon auf rund 600.000 Fans.

Immerhin sind die Wachstumsraten hoch: Direct Line zählte Mitte März nur knapp 700 Fans und konnte seitdem seine Gefolgschaft mehr als verdoppeln. Doch insgesamt fehlt es in der Branche offenbar an initialer Motivation des Durchschnitts-Users, sich als Fan einem Versicherungs-Account anzuschließen.

Hinzu kommt: Selbst hinter hohen Fanzahlen verbergen sich nur selten auch entsprechende Aktivitäten.

Versicherer sollten ihren Auftritt denn auch deutlich auf einen Mehrwert für den Nutzer hin ausrichten. D.A.S erreicht beispielsweise auf Facebook überdurchschnittliche Aktivitätswerte durch das regelmäßige Diskutieren einer „Rechtsfrage des Tages“.

Ein weiterer Ansatz ist der stark personalisierte Auftritt. Der noch junge Direktversicherungsableger WGV Himmelblau,der von allen Unternehmen am konsequentesten auf Social Media setzt, nennt die eigenen Accounts gleich „Frag Peter“ oder entsprechend der Vornamen der weiteren offiziellen Social Media-Botschafter des Unternehmens. So wird aus der früheren Kunstfigur des Günter Kaiser eine reale Kontaktperson, die zwar nicht den Hausbesuch anbietet, aber auf Twitter & Co. schnellen kompetenten Rat verspricht. ork
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