Versatel wirbt für Surf-Angebot zum Nulltarif

Donnerstag, 18. August 2005

Der Berliner Telekommunikationskonzern Versatel startet eine Werbeoffensive für sein DSL-Angebot und heizt damit den Preiskampf der Konkurrenten zusätzlich an. Nach einem kompletten Relaunch des Produktportfolios senkt die Deutschland-Tochter der niederländischen Versatel-Gruppe die Gebühren für das breitbandige Surfen deutlich. In Zukunft bietet das Unternehmen verschiedene Tarife an, mit denen Kunden unbegrenzt im Web surfen und sogar telefonieren können - und das zum Nulltarif. Damit ist Versatel eigenen Angaben zufolge der erste Player, der hierzulande eine DSL- oder Telefon-Flatrate standardmäßig für Null Euro offeriert.



Voraussetzung ist freilich, dass Kunden ihre ISDN- und DSL-Anschlüsse nicht von der Deutschen Telekom oder anderen Wettbewerbern, sondern von Versatel beziehen. So berechnet das Unternehmen etwa beim Einstiegsprodukt "DSL-Flatrater 2000" mit einer Downstream-Bandbreite von 2 Megabit pro Sekunde für die Anschlüsse einen Paketpreis von 34,99 Euro. Bei der Deutschen Telekom müssen Kunden für ein vergleichbares Angebot knapp 44 Euro berappen. Die DSL-Flatrate, die bei Versatel früher 4,95 kostete, gibt es allerdings künftig kostenlos dazu.



Der Vorstoß wird mit einer breit angelegten Werbekampagne der Hamburger Agentur Jung von Matt/Fleet begleitet, die anders als zuletzt nicht mehr die Schnelligkeit des Surferlebnisses, sondern allein den Preis in den Mittelpunkt stellt. Die Anzeigenmotive mit dem so genannten "Flatrater" - einer an Superman erinnernden Werbefigur, die eigens für die Kampagne kreiert wurde - werden in Publikumstiteln und Tageszeitungen geschaltet. In letzteren wird die für Planung und Einkauf zuständige Hamburger Mediaagentur TKM Starcom auch Beihefter platzieren. Insgesamt steht für die Kampagne ein siebenstelliger Etat zur Verfügung. mas
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