Verluste für Zigarettenhandel in Ostdeutschland

Montag, 02. Mai 2005

Deutliche Absatzrückgänge musste die deutsche Zigarettenindustrie im vergangenen Jahr verzeichnen und damit die schlechteste Jahresbilanz der letzen Jahrzehnte vorlegen. Laut Marktforschungsunternehmen AC Nielsen ist mit einem Absatzverlust von knapp 14 Prozent insbesondere der deutsche Lebensmitteleinzelhandel (Aldi, Großmärkte, Drogeriemärkte) betroffen. Entlang der polnischen und tschechischen Grenze erlitt der Handel ein Minus von circa 25 Prozent beziehungsweise 20 Prozent. Erklärung: Der Preis für eine Packung Zigaretten beträgt dort bis zu ein Viertel des Verkaufspreises in Deutschland.

Dieser "Ost-Effekt" ist bei allen Herstellern erkennbar, am stärksten betroffen sind jedoch die billigsten inländischen Handelsmarken. Offenbar wechselten preissensible Handelsmarkenkäufer zu den noch günstigeren Zigaretten aus dem benachbarten Ausland. Die deutschen Discounter hingegen konnten durch Eigenmarken Marktanteile hinzugewinnen. se
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