Vergleichende Werbung Vodafone fährt der Telekom an den Karren

Dienstag, 05. März 2013
Vodafone attackiert die Telekom mit vergleichender Werbung
Vodafone attackiert die Telekom mit vergleichender Werbung

LTE ist im Telekommunikationsmarkt derzeit das große Ding. Vor allem die Telekom und Vodafone haben die superschnelle Mobilfunktechnologie als Werbethema entdeckt und versuchen mit dem Datenturbo massiv neue Kunden zu ködern - oder bestehende zu halten. Vodafone teilt jetzt kräftig gegen seinen Intimfeind aus und greift im Kampf gegen die Telekom auch zu vergleichender Werbung. Auf dem Printmotiv, das heute in der Tagespresse erschienen ist, wird die LTE-Netzabdeckung der beiden Kontrahenten in Form einer Deutschlandkarte dargestellt. Die Magenta-Karte weist allerdings erhebliche Lücken auf.
Das von Stammbetreuer Jung von Matt entwickelte  Anzeigenmotiv, das die zuständige Mediaagentur OMD heute unter anderem im "Handelsblatt" geschaltet hat, lässt die Telekom ziemlich schlecht aussehen.  Während die (Vodafone)-rot eingefärbte Deutschland-Karte eine nahezu komplette Versorgung mit der High-Speed-Mobilfunktechnologie suggeriert, klaffen in der magentafarbenen Telekom-Karte doch erhebliche Lücken.

Vodafone attackiert die Telekom mit vergleichender Werbung
Vodafone attackiert die Telekom mit vergleichender Werbung
Rein numerisch scheint Vodafone derzeit tatsächlich die Nase vorn zu haben: Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben aktuell  150 große Städte ans LTE-Netz angeschlossen und versorgt gut 65 Prozent der bundesdeutschen Fläche mit dem Mobilfunk-Turbo. Die Zahl der Bürger, die LTE über die rund 4.500 Basisstationen bundesweit empfangen können, gibt das Unternehmen mit 45 Millionen an.

Die Telekom, die derzeit mit einer von DDB Tribal entwickelten TV-Kampagne für ihr LTE-Angebot trommelt und dabei vor allem die mit 100 MBit pro Sekunde vergleichsweise hohe Geschwindigkeit in den Mittelpunkt rückt, hatte nach eigenen Angaben Ende 2012 die 100 größten Städte Deutschlands mit dem Hochgeschwindigkeits-LTE versorgt. Für 2013 hat der Bonner Konzern allerdings angekündigt, die Versorgung deutlich auszubauen - und zwar sowohl in Ballungsgebieten als auch in ländlichen Regionen. Dafür greift das Unternehmen tief in die Tasche. Das 30 Milliarden Euro schwere Investitionsprogramm, das der Konzern Ende 2012 für die kommenden drei Jahre angekündigt hat, soll auch dem neuen Mobilfunkstandard zugute kommen. Der LTE-Ausbau ist einer der Schwerpunkte des Programms. mas
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