Verbraucherzentrale kritisiert Lockerung der Arzneimittelwerbung

Mittwoch, 11. Mai 2005

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Berlin lehnt die vom Bundesrat geplante Lockerung der Werbung für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ab. Bisher war Werbung auch für verschreibungsfreie Arzneimittel bei zahlreichen schwereren Erkrankungen verboten. Durch eine Änderung des Heilmittelwerbegesetzes und des Arzneimittelgesetzes soll diese Beschränkung künftig fallen. Statt zum Arzt zu gehen, könne die Bewerbung rezeptfreier Medikament Patienten dazu verleiten, im Selbstversuch an Symptomen herumzukurieren, so VZBV-Vorstand Edda Müller.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband befürchtet zudem eine Welle irreführender Werbung infolge der Lockerung der Werberegeln: "Zum Schaden seriöser Pharmahersteller wird das Ausmaß irreführender Werbung für nutzlose Mittel gegen Fettleibigkeit, Prostataleiden und andere Volkskrankheiten noch weiter zunehmen", so Müller. Als positiv bezeichnete die Verbraucherzentrale die geplanten Einschränkungen bei der Bewerbung von Schönheitsoperationen. So sollen beispielsweise Vorher-Nachher-Vergleiche künftig verboten werden. Ork
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