Verbraucherzentrale klagt gegen irreführende Werbung mit Test-Urteilen

Montag, 29. März 2004

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) will stärker gegen irreführende Werbung mit Test-Urteilen der Stiftung Warentest vorgehen. Seit November hat der VZBV rechtliche Schritte gegen rund 35 Unternehmen eingeleitet, die nach Auffassung des Verbandes zu Unrecht mit positiven Testurteilen werben. Zu den Unternehmen, die eine Abmahnung erhalten haben, gehören unter anderem die Einzelhandelsketten Rossmann und Saturn. DieMehrheit der abgemahnten Unternehmen hat sich inzwischen bereit erklärt, auf die entsprechende Werbung zu verzichten, darunter auch Rossmann. Gegen Saturn läuft dagegen eine Klage vor dem Landgericht Münster.

Für die Werbung mit Test-Urteilen benötigen Handel und Hersteller keine Genehmigung der Stiftung Warentest. Die unverbindlichen Empfehlungen der Tester sehen aber vor, dass die Urteile präzise in der Werbung verwendet werden. In der Praxis werben indes einzelne Firmen mit Test-Noten für Produkte, die tatsächlich von der Stiftung Warentest nicht positiv beurteilt wurden oder bei denen nur Teilaspekte positiv abschnitten. ork
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