Verbraucher sehen keine persönliche Gefährdung durch BSE

Montag, 18. Dezember 2000

Deutsche Verbraucher führen zwar gesundheitliche Bedenken für ihren Verzicht auf Rindfleisch an, doch das Gefühl einer persönlichen Bedrohung durch die Übertragungsmöglichkeit von BSE ist nur sehr schwach entwickelt. Das ergab eine Untersuchung von Rheingold, Institut für qualitative Markt- und Mediaanalysen. Die Verbraucher fordern demnach keine grundlegende Reform des vielzitierten "perversen Systems": Sie fühlen sich jedoch laut Rheingold mitschuldig, weil sie sich bei ihrer Ernährung selbst fahrlässig, acht- und kritiklos verhalten und die skandalösen Zustände bislang billigend für die Wahrung von Wohlstand und Bequemlichkeit in Kauf genommen haben. Die Verbraucher geben sich mit kleinen privaten Maßnahmen wie dem weitgehenden Verzicht auf Rindfleisch sowie minimalen politischen Korrekturen wie dem Verbot der Tiermehlfütterung zufrieden.
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